Was sind Spielbücher?

 

Bereits in den 70er Jahren keimte bei einigen Buchverlagen der Wunsch auf, aus Rollenspielabenteuern »Ein-Mann-Abenteuer« zu entwickeln, bei denen man nicht mehr auf komplizierte Regelwerke oder auf die Anwesenheit anderer Mitspieler angewiesen war. Während die Computerspiel-Industrie in dieser Zeit erst zögerlich ihre ersten Schritte bei der Umsetzung der Pen&Paper-Spiele unternahm, eroberten in den USA auf der analogen Schiene bereits die ersten Fantasy-Spielbücher den Markt. In den 80er Jahren schwappte die Welle auf den deutschen Buchmarkt über. Das Konzept dieser interaktiven Bücher begeisterte hierbei nicht nur die jungen Leser, sondern auch Erwachsene tauchten gerne in die fiktiven Welten ein oder schlüpften in die Rolle eines Helden, der atemberaubende Abenteuer zu bestehen hatte.



Ein Spielbuch kann man alleine und überall spielen. Die Geschichte ist in viele einzelne Abschnitte aufgeteilt, die mit entsprechenden Nummerierungen oder Seitenzahlen versehen sind. Am Ende jedes Textabschnittes erhält man unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten wie man sich in der jeweiligen Situation verhalten möchte und kann dann entsprechend auf den genannten Textpassagen weiterlesen. 


Sieg oder Niederlage, Ruhm oder gar Tod werden somit vom Leser beeinflussbar und machen ein Spielbuch zu einem Erlebnis mit vielen möglichen Abenteuern und Handlungsverläufen.