»Zwerg ahoi!«

Der Traum vom ewigen Leben beschäftigt die Menschheit seit eh und jeh. Die nüchterne Erkenntnis, dass wir nur selten über hundert Jahre alt werden, spornt immer wieder an, die Prozesse, die dafür verantwortlich sind, zu verstehen, um sie eines Tages, gezielt verändern zu können. 

 

Im Jahr 2020 wurde die Arbeit der beiden Wissenschaftlerinnen Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna, welche die Methode der Genschere CRISPR/Cas entwickelt haben, mit dem Nobelpreis für Chemie gewürdigt. Mit Hilfe dieses mächtigen Instruments ist es möglich, Genabschnitte gezielt aus einem Genom herauszuschneiden und durch neue zu ersetzen. Es liegt natürlich auf der Hand, dass zeitgleich bei vielen Kritikern die Sorge geboren wurde, dadurch der Natur kräftig ins Handwerk zu pfuschen, um den perfekten Homo sapiens zu designen. Ganz sicher lag dieses nicht im Ansinnen der beiden Forscherinnen, es stellt aber den Kern unserer Spielbücher dar,  als grundsätzliche Frage, die unsere Leser zum Nachdenken anregen soll: 

 

Wie weit darf die Wissenschaft mit ihrem Forschungsdrang gehen, um den Traum vom ewigen Leben zu verwirklichen? 

 

 

Durch die Entschlüsselung des menschlichen Genoms (Human Genome Projekt 1990 bis 2003) wäre es mit der Genschere theoretisch möglich, „ungünstige“ Gene zu entfernen und durch „bessere“ zu ersetzen. Doch wo fängt „ungünstig“ an und wo hört „besser“ auf?

 

Durch ein Schutzgesetz sind in Deutschland Versuche an Embryonen verboten. Hierdurch wird zum einem zwar sichergestellt, dass ethisch-moralische Grenzen eingehalten werden, gleichzeitig verschafft dieses Verbot aber anderen Ländern, die ohne diese Einschränkung forschen dürfen, im weltweiten Wettbewerb um innovative Therapieansätze, einen nicht wieder einzuholenden Vorsprung.  


Mit unseren Zwergberg-Spielbüchern – Band 1 wurde im Jahr der „Genschere“ veröffentlicht – beleuchten wir die Thematik der Gentechnik und Genforschung aus der Perspektive eines Jugendlichen. Nach Konzept eines Spielbuches schlüpft der Leser in die Rolle von Nick Pulmer und muss selbst entscheiden, wie die Geschichte verläuft. Wir möchten damit nicht nur die Jugend in verständlicher Art und Weise ansprechen, sondern auch Erwachsene, die Spaß an einem etwas anderen interaktiven „Wissenschafts-Krimi“ haben. 


Mein Name ist Dr. Martin M. Uhland. Das Schreiben und Illustrieren stellt den Ausgleich zu meinem Beruf als praktizierender Arzt der Inneren Medizin dar. Zusammen mit meiner Redaktionskollegin Elke N. Breder (Foto folgt!), die mich in allen Dingen rund um den Zwergberg tatkräftig unterstützt, haben wir eine Spielbuchreihe in mehreren Bänden geplant.

Die wissenschaftlich-medizinischen Hintergründe aus unseren Büchern greifen wir in den Brain-Blashes in unserem Blog noch einmal auf. Dort erklären wir dir die Fakten und nennen natürlich die Quellen, auf die wir uns beziehen.

 

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Bulmus. ©Martin. M. Uhland