Die wiederholten Bewusstseinsverluste machen Nick schwer zu schaffen, weil sich dadurch sein Traum- und sein Wirklichkeitserleben zunehmend miteinander vermischen und dieses immer öfter auch ohne Vorankündigung.

 Als er Zeuge davon wird, wie sich nachts eine schwarze Gestalt an den Zähnen eines kleinen Mädchens zu schaffen macht, bekommt er es mit der Angst zu tun. Emilia, seine Mitschülerin, weiß in diesem Zusammenhang etwas über eine schwarze Zahnfee zu berichten, die in der Nachbarschaft ihr Unwesen treibt und den Kindern ihre Zähne raubt, doch bevor Nick mehr darüber erfahren kann, wird sie in die Kuppelwelt entführt. 

Mutig macht er sich auf die Suche nach ihr. Immer wieder bekommt er undurchsichtige Textnachrichten von einer Synapse auf sein Handy geschickt  – die Nachrichten lotsen ihn direkt in den Zwergberg. In einem Mix aus trüben und beängstigenden Traumvisionen und bewussten Traumphasen erlernt Nick das luzide Träumen. Mit dieser Fähigkeit erfährt er mehr über seine Familie, seinen verhassten Stiefvater und über sich selbst. Darüber hinaus scheint ihm damit die Möglichkeit gegeben, Emilia in der Kuppelwelt aufzuspüren.

Oneironaut bedeutet so viel wie Traumreisender, es wird vom Griechischen oneros= „Traum“ und nautēs =„Seefahrer“ abgeleitet.

 

Luzides Träumen ist abgeleitet vom Lateinischen lux=“Licht“ und meint das bewusste, klare Träumen.

 

 

Oneironauten, auch Klarträumer genannt, sind Menschen, denen im Traum bewusst wird, dass sie träumen. Aus ihrem trüben Traum wird somit ein klarer Traum. Sie bekommen dadurch die Kontrolle über ihren Traum und können das Erlebte nach ihren Wünschen und Vorstellungen selbst bestimmen. Nur ihre Fantasie setzt ihnen dabei ihre Grenzen, für sie wird alles möglich: Sie können über Schluchten springen, zu den Sternen fliegen, in den Weltmeeren nach Schätzen tauchen oder gegen bestialische Ungeheuer kämpfen. Es kann ihnen nichts passieren, sicher aufhoben wie in einem Skaphander, können sie sich in jedes Abenteuer stürzen.

 

 

 

 

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass auch Sportler mittlerweile versuchen, durch luzides Träumen, ihre koordinativen und motorischen Fertigkeiten zu verbessern. Studien scheint es zu geben, welche auch tatsächlich sportliche Erfolge bestätigen.

 

 

 

Klarträumer behaupten von sich, ein zufriedeneres und angstbefreiteres Leben zu führen. Untersuchungen stützen scheinbar diese Hypothese, insbesondere bei Angstpatienten und auch bei Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Betonen möchten wir aber in diesem Kontext, dass eine einstimmige flächendeckende Akzeptanz in der Literatur bislang noch nicht zu finden ist.

 

 

 

 

 

 

Oneironauten behaupten, dass jeder das Klarträumen lernen kann. Wesentlich ist dabei, so zumindest erklären das die Praktizierenden, dass man mit Hilfe eines Traumtagebuches Struktur in seine Träume bringt und die Erinnerung an die eigenen Träume schult. Eventuell lassen sich Traumsymbole identifizieren, die einen Traum als solchen erkennen lassen. Zum Beispiel könnte eine schwarze Rose ein derartiges Symbol sein. Taucht dieses Symbol auf, dann weiß man ganz sicher, dass man träumt. 

 

 

Es gibt darüber hinaus Tests, die man im Traum durchführen kann, um zwischen Traum und Wirklichkeit zu unterscheiden. Ein solcher Test, auch Reality-Check genannt, kann zum Beispiel darin bestehen, dass man im Traum seinen Finger durch seine Handfläche bohren kann, was im realen Leben natürlich nicht möglich ist. Sollten sich noch zwei weitere, andersartiger Reality-Checks im Traum positiv zeigen, so kann der Träumer sicher sein, dass er einen Klartraum hat. 

 

 

 

 

 

Ob luzides Träumen tatsächlich möglich ist, wollen wir mit unseren Büchern weder behaupten noch in Frage stellen. Gerade weil so Vieles zu diesem Thema noch ungeklärt ist und Spielraum für Spekulationen zulässt, wollen wir lediglich auf diese Art von Träumen aufmerksam machen. 

ONEIRONAUT ist die Fortsetzung von MEMENTO MORI.

 

KLAPPENTEXT:

 

Kaum bist du aus dem Zwergberg zurück, schon schlitterst du, Nick Pulmer, in ein neues Abenteuer. Den merkwürdigen Traum, in dem eine dunkle Gestalt an den Milchzähnen eines schlafenden Kindes herumhantierte, hast du noch nicht verdaut. Da tauchen Zwerge in deinem Haus auf und die geheimnisvolle Synapse lotst dich mit Textnachrichten auf deinem Handy wieder in die unterirdische Welt. Du triffst auf deine Klassenkameradin Emilia, die dir von der schwarzen Zahnfee erzählt. Als Emilia gefangengenommen wird, treibt es dich quer durch die Kuppelwelt. Was steckt hinter all dem? Eines ist klar. Die schwarze Zahnfee hängt mit Genomik zusammen und dein Stiefvater spielt dabei eine entscheidende Rolle. Klar zu träumen, könnte dir bei der Suche nach Antworten helfen. Doch wie funktioniert das?

Auf deiner gefährlichen Mission erfährst du unglaubliche Dinge über dich, deine Familie und den skrupellosen Forschungswahn einiger Wissenschaftler.

 

Wieder trifft Nick auf skurrile Gestalten. Einige sind ihm freundlich gesinnt, andere weniger. So genau weiß man das natürlich nie in einem Spielbuch, in dem der Leser das Geschehen aktiv beeinflussen kann.

 

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