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Brain-Blash#19: Keep the Bunsenbrenner burning! - Geräte aus dem Chemieunterricht, die wir alle noch kennen

Na, könnt ihr euch noch an die Gerätschaften aus eurem Chemieunterricht von früher erinnern? Wisst ihr noch, was der Unterschied zwischen Bunsenbrenner und Teclubrenner ist? Oder was das Besondere an einem Erlenmeyerkolben ist? Bestimmt fragt ihr euch, was das mit dem Spielbuch Zwergberg zu tun haben soll, oder? Wie? Ja, genau! Weil das Buch über Forschung und Bio-Wissenschaften handelt, und weil Forschung natürlich auch in einem Labor stattfindet. (Taschenbuchausgabe, Zwergberg: Memento Mori, S. 6):

 

Schränke aus Metall bilden Gänge. Dazwischen sind immer wieder Nischen mit Arbeitsflächen, unter die du dich locker stellen kannst. Irgendwie bist du kleiner als sonst. Eine bange Frage formt sich in deinem schmerzenden Kopf: Bin ich geschrumpft? 

Von deiner Position aus kannst du sehen, was in einiger Entfernung auf einer Arbeitsfläche steht. Da ist allerhand Zeugs, das du aus dem Chemieunterricht kennst: unterschiedlich große Reagenzgläser, Bunsenbrenner, Pipetten, etliche Messbecher und Fläschchen mit farbigen Flüssigkeiten.

 

Bunsenbrenner? Da gab es doch im Unterricht noch einen, oder? In der Klassenarbeit sollten wir die beschreiben und die Unterschiede erklären, ihr auch? Also: Das eine war der Bunsenbrenner und das andere war der Teclubrenner. Der Bunsenbrennner wurde nach Robert Wilhelm Bunsen (1811-1999) benannt. Bei diesem Brenner wird das Gas an einer Luftzufuhr vorbeigeführt. Ist diese geöffnet, dann verbrennt das Gas bereits im Brennerkolben und man erkennt am Austritt des Brenners eine blaue, sehr heiße Vormischflamme. Wird die Luftzufuhr geschlossen, entsteht eine leuchtende Flamme, die man auch Diffusionsflamme nennt. Sie ist gelb und etwa 900°C kühler als die blaue Vormischflamme (1).

Der Erfinder des Teclubrenners war Nicolae Teclu (1839-1916). Bei diesem Brenner wird die Luft von unten durch das konisch erweiterte Brennerrohr eingesaugt, welches mit einem Regler  verstellt werden kann. Durch diesen Konus kann eine größere Durchmischung der Gase erreicht werden, wodurch eine höhere Flammentemperatur entsteht (2).

Beim Bunsenbrenner liegen die Temperaturen maximal bei 1000°C und beim Teclubrenner, im Inneren der Flamme, bei 1500°C (1, 2).

 

Und was ist mit diesem Glaskolben? Emil Erlenmeyer (1825-1909) erfand 1860 den sogenannten Erlenmeyerkolben. Dieser Kolben hat im Gegensatz zum Becherglas einen verjüngenden Hals. Dadurch kann ein unkontrolliertes Entweichen von Gasen oder Flüssigkeiten sogar bei heftigem Schütteln oder Schwenken verhindert werden. Ein weiterer Vorteil besteht  darin, dass dieser Kolben im Vergleich zum bewährten Rundkolben einen glatten Boden besitzt, der keine Unterlage, einen Ring oder Stativ, beim Abstellen benötigt (3). Somit alles klar, oder? Also, keep the Bunsenbrenner burning und Zwerg ahoi!

 

Das Spielbuch "Zwergberg: Memento Mori" ist als Taschenbuch bei Amazon erhältlich.

Die Premium-Version im DinA5-Format gibt es bei Bod.

 

Quellen:

(1) https://www.seilnacht.com/versuche/heizen.html

(2) https://www.chemie.schule/WP/wp01-labor_geraetekunde/wp01-ab/teclubrenner.htm

(3) https://www.chemie.de/lexikon/Erlenmeyerkolben.html

 

 

Illustration: ©Martin M. Uhland, Zwergberg: Memento Mori